Normalität in Konflikt
Pluralismus und die (A)Normalität des Anderen
Zubair Ahmad, M. A. Kand.
Diese Seminararbeit wird sich dem Gedanken der Normalität aus sozialwissenschaftlicher Perspektive nähern. Mit dem Grundimpuls, ob Normalität und Normativität nicht vielleicht doch einen eingehenderen Bezug zueinander haben könnten als ausgemacht und ob diese Beziehung gerade im pluralistischen Zeitalter nicht eine elementare Rolle bzgl. des Verständnisses des Anderen spielen könnte, soll konkret danach gefragt werden, was vor allem in pluralistischen Gesellschaften überhaupt noch als normal bzw. anormal verstanden werden kann und wie man möglicherweise eine Grenze zur Anormalität ausmachen könnte - hinsichtlich expliziter gesellschaftlicher Verhaltens- und Handlungsnormen. Kurzum, hierbei soll es also um Normen des sozialen Zusammenlebens gehen und um die Legitimationsressourcen, die eine Grenzziehung zum Anormalität vornehmen. Es geht weiter darum, diese Ressourcen mit dem rechtlich existierenden Rahmen von individuellen Freiheiten und Chancengleichheit so zu verknüpfen, dass ein friedliches und gerechtes Zusammenleben gewährleistet werden kann. In scheinbar homogenen Gesellschaften ist die Kristallisierung von gesellschaftlicher Normalität oder des sozial Normalen schon Dissonanzen unterworfen. Diese Angelegenheit verkompliziert sich erheblich, wenn man versucht in pluralistischen Gesellschaften einen Normalitätskern auszumachen.
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