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Die Analogie

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Die Analogie als Methode der Rechtsfindung im Islam

Mohamed Ibrahim, M. A.

 

Entgegen der herrschenden Meinung, ist die Analogie keine Quelle des islamischen Rechts, sondern eine Methode der Rechtsfindung.
Die Beschäftigung mit der Analogie ist nicht nur wissenschaftlich interessant und wichtig, sondern auch, weil die Kenntnisse darüber zu dem gehören, was ein Muslim und eine Muslima notwendiger Weise wissen muss.
Das Wichtigste an diesen Erkenntnissen ist, dass man die Einsicht gewinnt, dass die Normen, die unsere sozialen Beziehungen regeln, rational begründet sind und daher unsere Handlung rational begründet werden können und müssen. Sie müssen begründet werden, weil die Frage der Rechtfertigung von Handlung vor Gott für ein Muslim und eine Muslima eine essentielle Frage ist. Außerdem haben die Mitmenschen ein „Recht auf Rechtfertigung“, wenn sie von unseren Handlungen betroffen sind.
Das heißt wir gewinnen eine Grundlage für die Beurteilung unserer persönlichen Handlungen und wir werden in der Lage sein, solche Taten, die im Namen des Islam ausgeübt werden oder dem Islam zugeschrieben werden, aufgrund von sichere Fundamenten zu beurteilen.
Wir werden erkennen, dass die so genannten „nicht islamischen Gesetze“, die rational begründet sind und deren Ziele darin bestehen, Nutzen für die Menschen zu bringen und Schaden von ihnen abzuwenden, im Grunde genommen „islamische Gesetze“ sind, weil die islamisch Scharia keine andere Ziele verfolgt als genau diese, um das Leben der Menschen erträglich, leicht und angenehm zu machen (s. unten:Maqasid al Scharia). Das ist für das persönliche „Behagen an der Moderne“ sehr wichtig, wenn man als Muslim oder Muslima in einem Land, wie Deutschland, lebt.
Am Ende dieses Beitrags werden wir sehen, wie man zu der Formulierung dieser Ziele gekommen ist und wie sich die Nützlichkeit allmählich als Quell des islamischen Rechts durchgesetzt hat.
Und im Übrigens:

Die Frage nach der Vereinbarkeit der islamischen Scharia mit dem Grundgesetz oder umgekehrt ohne Kenntnissen über die Analogie und Maqasid al Scharia, ist nicht zu beantworten.

 Zum Volltext (PDF) 35 Seiten                           

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