Hilfe wird kriminalisiert
14. 07. 2010
- De Maizieres makabere Politik - IHH Verbot
Der Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat heute den in Frankfurt
ansässigen Verein IHH verboten. Die IHH (Internationale Humanitäre
Hilfsorganisation e.V.) ist ein Verein, welcher es sich zu seiner
Aufgabe gemacht hat, in Gebieten mit hoher Armut und einem schlechten
Sozialsystem, soziale Institutionen mit aufzubauen.
Der IHH hat
somit in verschiedensten Gebieten der Welt Hilfe geleistet, unter
anderem auch in Gaza, dieses Engagement in Gaza ist es aber was das
fragwürdige Verbot rechtfertigen soll.
Unterstützung der Hamas
Als Grundlage für das Verbot wird die angebliche
Unterstützung der Hamas genannt, wenn man die Begründung allerdings
genauer anschaut, erkennt man wie Absurd das Verbot ist.
Durch die Unterstützung sozialer Vereine in Gaza, müsste die Hamas
weniger Geld in diese investieren, woraus der Bundesinnenminister
ableitet, dass die Hamas dann mehr Geld für Waffenverkäufe hätte.
Nach dieser Logik unterstützten auch Deutschland und die EU die Hamas,
denn beide unterstützen soziale Projekte in Gaza oder Projekte die
menschenwürdige Bedingungen schaffen sollen.
Dem Verbot fehlt somit
jegliche Logik, dies bestätigt auch Wolfang Gehrcke von der Linken.
„Diese Begründung ist absurd. Jedes Medikament, dass in den Gazastreifen geliefert wird, jedes Lebensmittel würde in dieser Logik die Hamas entlasten und ihr Geld für Waffenkäufe belassen. So gesehen müsste man die Bevölkerung sterben oder verhungern lassen, um die Hamas nicht zu unterstützen. Das ist menschenunwürdig. Dadurch kann auch die falsche Politik der Hamas nicht überwunden werden. Organisationen, die humanitäre und soziale Hilfe für die Palästinenserinnen und Palästinenser leisten, bedürfen der Unterstützung der Regierung nicht ihres Verbots.“
„Mit der Begründung des Bundesinnenministers müsste wohl auch
die UNO oder das Rote Kreuz mit einem Verbot belegt werden. Denn was
hier abgestraft wird, ist die Hilfe für die notleidende Bevölkerung im
Gaza-Streifen" so äußerte sich der Vorsitzende der IHH e.V., Mustafa
Yolda, weiterhin beschrieb er wie sich de Maziere mit seinem Verbot an
dem Leiden der Kinder in Gaza schuldig mache „Nun soll offensichtlich
jegliche humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung im
Gaza-Streifen abgeschnitten werden. Es ist makaber, dass der
Bundesinnenminister diejenigen, die Waisenkinder versorgen, bestraft,
statt diejenigen zu kritisieren, die Kinder zu Waisen machen“.
Konsequenz für alle Hilfsorganisationen
Statt nun
humanitäre Arbeit zu unterstützen werden Vereine die dies tun auch noch
verboten. Wenn auf Grundlage solcher Argumente Vereine verboten werden
könnten, so könnte es bald sehr viele Vereine treffen die sich in
irgendeinerweise in Gaza engagieren. Als Folge daraus würde die
Bevölkerung nur noch durch die Hamas unterstützt, was sie noch enger in
deren Arme treiben würden, als es durch die Blockade ohnehin schon
geschieht.
Der Bundesinnenminister erreicht somit genau das
Gegenteil von dem Ergebniss das er erzielen möchte.
Quelle: Der Freitag


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